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Herausforderungen im Bereich der Containerverkehre

Jährlich wachsen die Containerverkehre um rund 2.5 Prozent, der Welthandel nimmt stetig zu. Dies hat Auswirkungen auf Häfen und Verkehrsinfrastruktur. Die Seehäfen reagieren darauf mit zweierlei Strategien: Einerseits werden die Umschlagsanlagen massiv ausgebaut. So entsteht etwa in Rotterdam mit der Maasvlakte II ein neuer Hafenteil, mit dem die Kapazität im Containerumschlag drastisch erhöht wird. Andererseits müssen die Seehäfen die zusätzlichen Verkehre auch im Zu- und Ablauf bewältigen können. Da landseitig immer weniger Kapazitäten zur Verfügung stehen, kommt hier die Binnenschifffahrt vermehrt zum Zuge. Festgelegt ist, dass in den Häfen Rotterdam und Antwerpen bis in die 2030er Jahre mehr als 40 Prozent der Verkehre von der Binnenschifffahrt transportiert werden sollen.

Dies hat Auswirkungen auf die Binnenhäfen, die als Knotenpunkte zwischen den Verkehrsträgern fungieren. So ist langfristig für die Schweizerischen Rheinhäfen mit einer Verdoppelung bis Verdreifachung der Containerverkehre zu rechnen. Schon heute stösst jedoch die Umschlagskapazität in den Containerterminals an ihre Grenzen.


Ein neues Hafenbecken mit Containerterminal

Unsere Antwort: ein neues Containerterminal im Hafen Basel-Kleinhüningen, das mit einem dritten Hafenbecken an den Rhein angeschlossen und via eine direkte Anbindung mit dem Bahn-Güterverkehrskorridor Rotterdam-Genua verknüpft wird. 200‘000 Container sollen hier jährlich umgeschlagen und auf Bahn und LKWs verladen werden.

Querschnitt Basel Nordzoom

Die Voraussetzungen für dieses Grossprojekt sind gut. Die Fläche auf dem Areal des ehemaligen Rangierbahnhofs der Deutschen Bahn ist im Richtplan des Kantons Basel-Stadt bereits als Logistikfläche eingetragen. Es gibt keinen Standort, der besser geeignet wäre, um die Verkehrsträger Schiff, Bahn und LKW zu verknüpfen. Das Areal liegt direkt am Bahnkorridor und auch eine Strassenanbindung besteht bereits. Dazu kommt, dass es rundherum keine immissionssensiblen Nutzungen gibt.

Areal Basel Nordzoom

Realisierung in zwei Phasen

Damit das Terminal rasch realisiert werden und in Betrieb gehen kann, ist der Bau in zwei Phasen geplant. In der ersten Phase wird ein Basisterminal mit Gleisanschluss ans Bahnnetz erstellt und ein erster Schiene-Schiene bzw. Schiene-Strasse Umschlag aufgebaut. Damit wird sichergestellt, dass die dringend benötigte Umschlagskapazität im Raum Basel erhöht werden kann. Das Basisterminal funktioniert in der ersten Phase also bereits für zwei Verkehrsträger und wird 20 Prozent der angestrebten Kapazität abdecken.

Im Vollausbau wird die Anlage mit einem dritten Hafenbecken an den Rhein angebunden und bahnseitig vollständig zu einem Terminal ausgebaut. Mit dem Anschluss des Terminals an die Wasserseite werden die beiden umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiff und Bahn effizient miteinander verbunden. Die damit verbesserte Anbindung der Seehäfen auf dem Wasserweg bedeutet einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil für den Standort Basel und die ganze Schweiz.


Kosten und Zeithorizont

Die Investitionskosten für das Basisterminal belaufen sich nach heutigem Stand auf ca. 60 bis 70 Mio. CHF. Das Projekt für ein drittes Hafenbecken wird 80 bis 90 Mio. CHF kosten.

Für die Finanzierung des Basisterminals gelten die Förderrichtlinien des Bundes gemäss Verordnung über die Förderung des Bahngüterverkehrs (BGFV). SBB Cargo wird dafür Gesuchstellerin sein. Die Planungsarbeiten für das Basisterminal laufen bereits, die Plangenehmigung soll bis im Frühjahr 2013 öffentlich aufgelegt werden.

Ziel ist die Inbetriebnahme des Basisterminals im 2016 und des voll ausgebauten Gateways im 2019.